Der Nil – Lebensader und Konfliktstoff

 

Der Nil ist der längste Fluss der Welt und wie andere große Flüsse eine Wiege der Zivilisation. Derzeit gehören 12 afrikanische Staaten zum Einzugsgebiet des Nilbeckens. Ägypten und Sudan sind nahezu vollständig vom Nilwasser abhängig – Wasser, das zu etwa 80 % aus dem Blauen Nil stammt, der seinen Ursprung im regenreichen Hochland Äthiopiens hat.

 

Äthiopien hat am Oberlauf angefangen, dieses Wasser durch Staudämme zu regulieren, um Energie zu erzeugen und die Landwirtschaft zu bewässern. Seither wächst bei den Anrainern am Unterlauf die Furcht, dass künftig bei ihnen zu wenig Wasser ankommt. Bisherige Nilabkommen haben nicht verhindert, dass der Konflikt zwischen Ägypten und Äthiopien an Schärfe gewonnen hat. Äthiopien hat sich der Unterstützung durch China versichert, das die Dammbauten finanziert. Das Schlagwort vom künftigen „Krieg um Wasser“ hat hier eine Grundlage.

 

Gifhorn, KVHS

Di., 20.2.2018, 18.30 Uhr

3 UStd.

entgeltfrei

Prof. Dr. Ulrich Menzel, TU Braunschweig

copyright: jiggo - fotolia.com
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Afrika – Fenster zur Zukunft?

 

In Afrika begegnen sich Menschen offen und tolerant – so die Vision. Gleichzeitig gibt es Konflikte um die Entkolonialisierung des Kontinents. Kriege und Ausnahmezustände führen auf Dauer zur Erosion der liberalen Demokratie.

 

Der aus Kamerun stammende Philosoph Achille Mbembe lehrt Politik und Geschichte an der Universität Johannesburg. Er beschreibt die Zukunft der Demokratie im Sinne einer weltweiten und geteilten Verantwortung in Bezug auf alle Bewohnenden der Erde. So würden alle Menschen in guter Nachbarschaft leben. Er plädiert gegen Nationalismus und für eine neue Politik der Humanität. Lernen Sie ihn an dem Abend kennen!

 

Die Veranstaltung wird bei Interesse durch eine ca. einstündige Selbstlerneinheit über die Internetplattform Moodle ergänzt.

 

 

Gifhorn, KVHS

Di., 27.2.2018, 18.30 Uhr

3 UStd.

entgeltfrei

Erik Weckel, Politikwissenschaftler

copyright: Africa  Studio - fotolia.com
copyright: Africa Studio - fotolia.com

Die Maghreb-Staaten Europas mittelmeerische Gegenküste

 

Marokko, Algerien und Tunesien bilden die Maghreb-Länder im Norden Afrikas. Sie sind geografisch Europa sehr nah, stark durch die französische Kolonial- und Protektoratszeit geprägt und haben ganz unterschiedliche politische Systeme. In Tunesien begann, mit großen Hoffnungen verbunden, der „Arabische Frühling“.

 

Viele grundsätzliche Probleme sind geblieben: Fluchtbewegungen nach Europa, hohe (Jugend-) Arbeitslosigkeit, z. T. instabile politische Systeme.

 

Gifhorn, KVHS

Di., 10.4.2018, 18.30 Uhr

3 UStd.

entgeltfrei

Dr. Manfred Bormann, Dozent

 

Schwarzafrika

Krisen und Perspektiven am Beispiel westafrikanischer Staaten

 

Ethnische und religiöse Vielfalt, Staaten zwischen möglichem Reichtum und Korruption, starkem Bevölkerungswachstum, Staaten auf der Suche nach einer eigenen Identität, Staaten zwischen politischem Aufbruch und Herrschaft des Militärs: Welche Perspektiven eröffnen sich in den Ländern Westafrikas? Welche Auswirkungen zeigt die koloniale Vergangenheit?

 

Gifhorn, KVHS

Di., 17.4.2018, 18.30 Uhr

3 UStd.

entgeltfrei

Dr. Manfred Bormann, Dozent

copyright: Hans Röttgers
copyright: Hans Röttgers

Eine Veranstaltung in Kooperation mit „Bildung trifft Entwicklung, Regionale Bildungsstelle Nord“ (Göttingen).

Mädchen und Frauen stärken

 

Mädchen und Frauen werden in Sambia in vieler Hinsicht benachteiligt. Besonders in den ländlichen Gebieten schließen nur wenige Frauen eine Schul- oder Berufsausbildung ab. Frühe Schwangerschaften und Frühverheiratung sind verbreitet. Traditionelle Praktiken, Meinungen, Einstellungen und das Rechtssystem behindern, dass national und international verankerte Rechte Anwendung finden.

 

Welche Möglichkeiten gibt es, diese Entwicklungshemmnisse zu überwinden und wie setzen sich Aktivistinnen ein, die Rolle der Frauen zu stärken? Welche Chancen und Potentiale liegen in der Stärkung von Mädchen und Frauen und wie werden Männer und Jungen vor Ort davon überzeugt? Am Beispiel eines Projekts wird über erfolgreiche Ansätze und Hindernisse auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Geschlechter referiert.

 

Gifhorn, KVHS

Do., 26.4.2018, 18.30 Uhr

3 UStd.

entgeltfrei

Lydia Sleifir, Dozentin


Umoja – Ein Frauendorf in Kenia

 

Rebecca Lolosoli ist die Gründerin (1990) des Frauendorfes Umoja in Kenia, dessen Bewohnerinnen ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt für sich und ihre Kinder fordern. Ferner entwickelt sie neue Modelle, um Gesundheit und Selbstbestimmung von Frauen zu fördern. Umoja ist das erste Frauendorf Afrikas.

 

Mitglieder des „Freundeskreises Umoja e. V.“ (Grevenbroich) werden an diesem Abend über die Fortschritte, die seither dort realisiert werden konnten, berichten: Ausbau der Schule, die Sicherung der Wasserversorgung und der Anbau von Gemüse. Auch der Kampf gegen Genitalverstümmelung wird thematisiert. Aufgezeigt wird ferner, wie wirkungsvoll Hilfe sein kann, wenn sie unmittelbar beim Volk ankommt. Die Erfolge des Dorfes verändern eine ganze Region, und das alles ohne staatliche Unterstützung.

 

Gifhorn, KVHS

Mo., 11.6.2018, 18.30 Uhr

3 UStd.

entgeltfrei

Ise Stokums und Waltraud Sarna,

Friends of Umoja e.V.

Ärzte in Katastrophen-

gebieten Afrikas

 

Humedica e. V. (Kaufbeuren) ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die seit ihrer Gründung im Jahr 1979 in über 90 Ländern unserer Erde humanitäre Hilfe leistet. Ziel der Arbeit ist es, Menschen zu helfen, die durch Katastrophen oder strukturelle Armut in Not geraten sind. Neben dem Schwerpunkt auf medizinischer Not- und Katastrophenhilfe engagiert sich Humedica auch im Bereich der Versorgungshilfe sowie in langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit.

 

 

Der Meinerser Dr. Wolfgang Riske war als Arzt neben seiner Missionsarzttätigkeit in Südafrika in den Jahren1971/72 zwischen 1999 und 2010 in zahlreichen humanitären Einsätzen weltweit unterwegs, davon fünf Mal in Afrika. 2008 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Dr. Riske wird an diesem Abend von seiner Hilfstätigkeit in Afrika berichten. Im Mittelpunkt werden die Menschen und deren Lebensverhältnisse stehen.

 

Gifhorn, KVHS

Mi., 13.6.2018, 18.30 Uhr

3 UStd.

entgeltfrei

Dr. Wolfgang Riske, Dozent

copyright: Hans Röttgers
copyright: Hans Röttgers