Literaturtage im November 2017

Frauen der Reformation

 

Am 31. Oktober 1517, vor 500 Jahren, veröffentlichte Martin Luther, Augustinermönch und Theologe, 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg. Darin benannte der Gelehrte Missstände in der christlichen, römischen Kirche und suchte ein Diskussionsforum für Veränderungsvorschläge.


Dieses Ereignis wird als Beginn der Reformation bezeichnet.


Die Auseinandersetzung mit der traditionellen, christlichen Kirche des Abendlandes bedeutete eine kirchliche und theologische Rückbesinnung - reformotio - auf die christlichen Wurzeln, einen Neuanfang, aber auch eine Abspaltung der abendländischen Kirche.


Möglich machten diese Bewegung große Veränderungen am Beginn der Neuzeit: wissenschaftliche, technische und geografische Entdeckungen und, damit verbunden, politische, gesellschaftlichen, geistesgeschichtliche Veränderungen..... Sie führten zu einem völlig neuen Menschenbild, einer neuen Wahrnehmung und einem neuen Selbstbewusstsein des Einzelnen. Schlagworte sind Humanismus und Renaissance.

Über Martin Luther und die Geschichte der Reformation ist viel geforscht und geschrieben worden. Die Frauen dieser Zeit, insbesondere die Ehefrauen der Refomatoren oder der einflussreichen Adeligen waren bisher wenig von Interesse, auch deshalb, weil sie in der Geschichte der jungen evangelischen Kirche kaum eine Rolle spielten.

Die Kreisvolkshochschule Gifhorn zeigt eine kleine Ausstellung, die von den "Frauen in Mitteldeutschland" konzipiert wurde.


Mit den begleitenden Veranstaltungen widmet sie sich den Frauen der Refomationszeit: Wie veränderte die Refomation ihren Lebensalltag? Welche Aufgaben nahmen die Frauen wahr? Wie sah die junge reformatorische Theologie die Rolle der Frauen? Gibt es Frauen, die eine eigene theologische Meinung ausdrücken konnten?

 

R101001G11

Di., 21.11.2017, 19.00 Uhr

entgeltfrei

Gabriele Lindner, Koordinatorin

 

 

 

Die Frau ist der beste Gefährte

fürs Leben

Martin Luther und seine Sicht der Frau

 

Lucas Cranach (1472-1553) war einer der gefragtesten Maler der Zeit um 1500. In Kronach, in Oberfranken geboren, lebte er in Wittenberge im Brennpunkt der Reformation. Er führte eine große Malerwerkstatt mit vielen Gehilfen und Mitarbeitern. Porträts von fast allen wichtigen Reformatoren prägten einen besonderen Bildtypus, des Reformatorenbildnis. Weltberühmt und oft kopiert sind seine Bildnisse von Martin Luther. Als Künstler am Beginn der Renaissance in Deutschland, malte Cranach aber auch Frauen. Diese Gemälde stehen im Mittelpunkt unseres Besuches in der Sammlung des Herzog Anton Ulrich Museums in Braunschweig.

 

R101002G11

Di., 28.11.2017, 19.00 Uhr

7,50 € (Abendkasse)

Sonja Domröse, Dozentin

 

 

 

 

Lucas Cranach -

Maler der Reformation?

Besuch des Herzog Anton Ulrich Museums in Braunschweig

 

Lucas Cranach (1472-1553) war einer der gefragtesten Maler der Zeit um 1500. In Kronach, in Oberfranken geboren, lebte er in Wittenberge im Brennpunkt der Reformation. Er führte eine große Malerwerkstatt mit vielen Gehilfen und Mitarbeitern. Porträts von fast allen wichtigen Reformatoren prägten einen besonderen Bildtypus, das Reformatorenbildnis. Weltberühmt und oft kopiert sind seine Bildnisse von Martin Luther. Als Künstler am Beginn der Renaissance in Deutschland, malte Cranach aber auch Frauen. Diese Gemälde stehen im Mittelpunkt unseres Besuches in der Sammlung des Herzog Anton Ulrich Museums in Braunschweig.

 

R101003G11

Mi., 6.12.2017, 10.15 Uhr

10,- € zzgl. 9,- € (erm. 7,- €) Eintrittsgebühr

Gabriele Lindner, Dozentin

 

 

 

 

Kochen (fast) wie im Hause Luther

 

Im Mittelalter und zum Beginn der Neuzeit gab es große Unterschiede in der Ernährung der Bevölkerung. Je nach Stand und Vermögen waren die Speisen sehr einfach und nahrhaft oder aber luxuriös und üppig. Katharina von Bora, Adelige, ehemalige Zisterzienser-Nonne und Ehefrau Martin Luthers ist bekannt als resolute, gute Hauswirtschafterin, Köchin und Erzieherin. Sie verstand es einen großen Haushalt zu führen, der Familienmitglieder und viele Gäste versorgen musste. Sie braute Bier, betrieb eine kleine Landwirtschaft und sorgte für Wein. Dabei musste sie immer auch finanziell gut haushalten.


Es gibt keine konkret überlieferten Kochrezepte, aber historische Funde und andere schriftliche Quellen und Kochbücher geben Hinweise, wie man im Hause Luther gekocht haben könnte.


Wir erzählen von Katharina von Bora, kochen nach alten Vorgaben und genießen ein (manchmal) ungewohntes Festmahl.

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Sa., 09.12.2017, 09:30 Uhr

15,- € zzgl. ca. 12,- € Lebensmittelumlage

Gabriele Lindner, Dozentin